Dasht-e Lut

Grenzerfahrung - von Kasachstan nach Russland

Wir überqueren die Grenze östlich von Pavlodar. Unsere Navis haben Probleme, eine Route zu finden, aber wir fahren über eine neue, vierspurige Autobahn, die durch die einsame Steppe führt.

Ab Shiderty wird noch intensiv an der Autobahn gearbeitet. Wir passieren viele Baustellen, mal besser, mal schlechter zu befahren, aber im Großen und Ganzen in Ordnung.

In Sherbakty, dem letzten Ort vor der Grenze, wechseln wir unsere Kasachischen Tenge in Russische Rubel um. Etwa 25 km nach Sherbakty befindet sich die Grenze. Die letzten Kilometer sind gesäumt von Sonnenblumenfeldern. Wunderschön!

Beim ersten Schranken wird lediglich ein Blick in den Pass geworfen und wir bekommen einen kleinen Laufzettel mit der Anzahl der Fahrzeuginsassen. Auf der anderen Straßenseite steht ein kleines Häuschen, in dem Auto-Versicherungen für KAS und RUS angeboten werden. Wir lassen uns die Kosten für unseren Elefanten ausrechnen, aber das ist zu teuer (in Kulunda gibt es mehrere Versicherungsvertreter mit günstigeren Versicherungen). Außerdem haben wir noch nicht so viele Rubel und Kreditkarten werden nicht akzeptiert. Also fahren wir ohne Versicherung durch den Schranken bis zum kasachischen Grenz/Zollgebäude.

Hier wird ein Foto gemacht und das Visum für Russland gecheckt. Dann bekommen wir den Ausreisestempel und die kasachische Immigrationcard wird einbehalten. Die Erfassung des Autos ist auch schnell erledigt. Die Fahrzeugkontrolle fällt sehr oberflächlich aus. Nach 10 Minuten sind wir fertig. So fahren wir durch einen Schranken, geben den gestempelten Laufzettel ab und fahren einige Meter durchs Niemandsland.

Vor dem russischen Schlagbaum heißt es erst einmal warten. Es wird immer nur eine Richtung abgefertigt. Vor uns stehen sieben Autos. Als endlich Bewegung in die Autoschlange kommt, haben wir Glück und dürfen als letztes Auto passieren. Wir bekommen eine Marke mit der Anzahl der Insassen.

Auto für Auto wird einzeln abgefertigt. Als wir an der Reihe sind heißt es aussteigen, beide zur Passkontrolle und das Auto wird im Computer registriert. Das geht alles sehr zügig. Die Grenzbeamten sind begeistert von unseren Pässen, da sie anscheinend unter UV-Licht ganz „beautiful“ leuchten. Wir wähnen uns schon ruck zuck über der Grenze, doch da haben wir die Rechnung ohne dem Zöllner gemacht, der das Auto kontrolliert. Er ist zwar sehr freundlich und spricht sogar ein bisschen Deutsch, aber auch sehr gründlich. Unser Auto wird von vorne bis hinten kontrolliert. Wolfgang muss jedes Fach und alle Küchenboxen öffnen. Er will unter die Motorhaube und sogar in die Dachboxen sehen. Nach diesem ausführlichen Check, der eine gute Stunde gedauert hat, sind wir entlassen.

Beim letzten Schranken geben wir noch die Laufmarke ab und dann sind wir in Russland. Auch auf dieser Seite der Grenze gäbe es die Möglichkeit, Autoversicherungen zu erstehen.

Wir fahren nach Kulunda, 20 km von der Grenze entfernt. Auf der Sberbank heben wir beim Bankomat Rubel ab und gleich ums Eck befindet sich ein Megafon-Shop, wo wir eine SIM-Karte kaufen. Aufgrund von Verständigungsschwierigkeiten kaufen wir dummerweise eine SIM Karte, die nur in einem Mobiltelefon funktioniert und nicht im WIFI-Hotspot.

Jetzt fehlt nur noch die Autoversicherung. Wir fahren zurück zur Ortseinfahrt, wo ein Schild an einem Privathaus bewirbt, dass dort russische KFZ-Versicherungen angeboten werden. Eine hochschwangere junge Frau öffnet uns die Tür. Sie rechnet den Tarif für unser Auto aus und siehe da, hier ist die Versicherung um fast 1.000 Rubel billiger, als an der Grenze.

Jetzt fehlt nur noch die Registrierung, die erforderlich ist, wenn man sich länger als sieben Tage in Russland aufhält und an jedem Ort erneut durchgeführt werden muss, an dem man sich länger als 5 Werktage aufhält. Diese besorgen wir uns in einem Hotel in Tomsk, da das die erste größere Stadt ist, in der wir Halt machen. Damit haben wir alle organisatorischen Dinge erledigt.

Herzlich willkommen!

Wir sind Judith und Wolfgang

Judith Wolfgang 2019

Beide mit dem Reisevirus infiziert, passionierte Defender-Fahrer und Overlander.

Es gibt so viel zu sehen und zu erleben. Begleite uns ein Stück des Weges!

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