Dasht-e Lut

Grenzerfahrung - von Griechenland in die Türkei

Heute verlassen wir die EU und reisen in die Türkei ein.

Bevor wir über die Grenze fahren, verbrauchen wir unser Mobilfunk-Datenvolumen, das wir dank EU in Griechenland nutzen können, mit einer Datensicherung auf unseren Server. Außerdem kaufen wir Lebensmittel für die nächsten Tage ein. Vor allem den Biervorrat stocken wir auf, weil das in der Türkei eher teuer sein soll.

Bei der Ausreise aus Griechenland wird nur der Reisepass kontrolliert. Das geht ganz schnell. Nach dem Grenzzaun gibt’s einen griechischen Duty-Free-Shop, der wirklich günstiger ist. Dort kaufen wir uns eine Flasche Jack Daniels.

Vor der Grenze

Bei der Einreise in die Türkei kommen wir zuerst zur Personenkontrolle, wo der Pass gestempelt wird. Der Polizist will den Ausdruck unseres Online-Visums sehen – keine Ahnung warum, denn er legt die Zettel gleich wieder bei Seite.

Dann geht’s weiter zum Zoll. Vor uns wird ein bulgarisches Auto ganz genau durchsucht und der Zollbeamte schickt den Mann mit einem ganzen Sack voller Würste zur Mülltonne. Der Mann dreht mehrmals um und versucht, den Zollbeamten zum Einlenken zu bewegen, hat aber keine Chance. Außerdem dürfte der Bulgare zu viel Alkohol mitgenommen haben. Als seine Frau die Koffer wieder zumachen will, fällt auch noch eine Flasche auf den Boden und zerbricht. Wenn man kein Glück hat, kommt Pech auch noch dazu.

Ein anderer Zollbeamter kommt zu unserem Auto und fragt, ob schon eine Kontrolle erfolgt ist. Wir verneinen und er will hinten hineinsehen. Als er die eingebauten Kästen sieht, fragt er, was das ist. Wir erklären ihm, dass wir Camper sind und dass das alles unser Camping-Equipment ist. Wir öffnen auch gleich ein paar Schränke, in denen unsere Kleidung verstaut ist. Er fragt, ob das alles Camping-Equipment ist und wir bejahen. Damit ist die Kontrolle zu Ende. Uff! Wir haben schon befürchtet, unseren Speck, den wir so gehütet haben, in der Mülltonne versenken zu müssen. Soweit wir wissen, ist die Einfuhr von Lebensmitteln in Haushaltsmengen erlaubt. Vermutlich hat der Bulgare vor uns das etwas übertrieben.
Nach der Fahrzeugkontrolle werden wir zum Zollschalter vorgelassen. Dort kommt dann die Frage nach der Versicherungskarte. Unsere grüne Versicherungskarte deckt die Türkei nicht ab, und der Zollbeamte erklärt uns, dass wir die Versicherung beim türkischen Duty-Free-Shop erwerben können. Auf der Einreise-Seite sind die Türen zum Duty-Free-Shop allerdings verschlossen. Man gelangt nur über die Ausreise-Spur hinein. Wir gehen etwas unsicher hinüber, doch es gibt keine Probleme. Die Versicherung gibt es nur für drei Monate (EUR 95), nicht kürzer. Wir haben zwar nicht vor, so lange in der Türkei zu bleiben, haben aber keine andere Möglichkeit.

Zurück beim Zollschalter ist das Prozedere rasch abgeschlossen. Judith besteht darauf, dass ein Stempel mit dem Ausreisedatum für das Auto eingetragen wird, wie wir das in unserem Roadbook vermerkt haben. Wir vermuten, dass das Datum grundsätzlich im System vermerkt ist, aber wer weiß. Etwas widerwillig gibt er den Stempel hinein und schreibt ein Datum dazu.

Willkommen in der Türkei!

Willkommen in der Türkei!

Nach ein paar Kilometer halten wir an einer Tankstelle und füllen den Tank. Der Tankwart kann gar nicht glauben, wie viel hineinpasst. Der Diesel kostet hier umgerechnet etwas über 1 Euro, also deutlich billiger als in Griechenland (1,30 Euro).

Im nächsten größeren Ort, Keşan, heben wir beim Bankomaten türkische Lira ab. Vor den Bankomaten sind lange Schlangen, als gäbe es etwas umsonst. Der erste Bankomat verweigert den Dienst, wahrscheinlich aber nur, weil ich einen zu hohen Betrag eingegeben habe. Der Bankomat bei der Post ist ganz verwaist und funktioniert auf Anhieb. 400 Lira spuckt er maximal aus. Erst in Istanbul können wir bei Bankomaten höhere Beträge abheben. Allerdings achten wir immer darauf, dass wir einen Bankomaten erwischen, bei dem keine Gebühren (zwischen 5 und 6%!) eingehoben werden. Nach zwei bis drei Versuchen hat es bisher immer geklappt.

Weiters kaufen wir uns in einem kleinen Telefon-Shop eine Turkcell-Sim-Karte für das Mobil-WiFi mit 6 GB Datenvolumen für 1 Monat. Für Sim-Karte mit einigen Freiminuten und Frei-SMS und dem zusätzlichen Datenvolumen bezahlen wir 130 TRY (~ 25 Euro). Der Verkäufer aktiviert die Sim-Karte für uns. Als wir sie daheim ins Gerät einlegen, funktioniert sie bereits.

Herzlich willkommen!

Wir sind Judith und Wolfgang

Judith Wolfgang 2019

Beide mit dem Reisevirus infiziert, passionierte Defender-Fahrer und Overlander.

Es gibt so viel zu sehen und zu erleben. Begleite uns ein Stück des Weges!

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